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Berliner Morgenpost 26.August-1.September
ANTOINETTE
Galerie Sophien-Edition, Sophienstr. 24, Mitte, Vernissage 27. Aug. 19.30 Uhr, Bis 9. Okt., Mi-Sa 13-18 Uhr und nach Vereinbarung, Tel. 282 82 33
ANTOINETTE ist eine ausgesprochen vielseitige und produktive Künstlerin – sie ist Malerin,Grafikerin, Bildhauerin und arbeitet im Zweifelsfall an fünf Bildern gleichzeitig. Erstmals stellt die Galerie Sophien-Edition in ihren vier Räumen Werke der Bernhard-Heisig-Schülerin aus. Themen der Gemälde sind „Schwimmen im Geld“, „Puppen“, „Pool bzw. mediterrane Landschaften“. Die Skulpturen mit ihrem Schweif gleichen Fabelwesen. ANTOINETTE, geboren in Dresden, lebt seit 2000 Berlin. Von ihr stammen auch überdimensionale Wandbilder, etwa in der Weinbrennerei Wilthen, das Berliner Sittengemälde, Bronzebüsten von Johannes Rau, Egon Bahr und Hanna R. Laurien.
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KÖNIGIN des IRREALEN Main Echo 09.07.09 von Bettina Kneller
Werke der Berliner Künstlerin ANTOINETTE in der Galerie Casarte Visionen voller Symbolik Aschaffenburg: Nicht, was sie malt, ist schön, sondern wie sie es malt. So wird aus Banalem Begehrenswertes. Auch wenn es den Betrachter ratlos und irritiert hinter sich lässt. Die Welt der ANTOINETTE ist voller Geheimnisse. Die Berliner Künstlerin verschlüsselt sie derart, dass man mit jedem ihrer Bilder vor einem Rätsel steht. Rund zwanzig ihrer mystischen Werke sind ab Freitag in der Aschaffenburger Galerie Casarte zu sehen. Darunter so raffiniertes wie drei Bilder aus dem „Berliner Wochenbuch“, einer Art gemalter Chronik des Alltags. Eine Frau mit Waffe blickt dem Betrachter direkt ins Gesicht, über ihr entfaltet sich ein seltsames Panoptikum. Eine Frau führt ihren Hund in einem Einkaufszentrum spazieren, darüber sind Menschen an gedeckten Tischen zu sehen und den oberen Abschluss bilden eine Schildkröte und eine Flaschenpost. Realität und Phantasie verschmelzen in ANTOINETTEs Bildern, werden zu Versatzstücken für neu zusammengesetzte Traumwelten. Und die sind unverkennbar beeinflusst von ihrem einstigen Leipziger Meister Bernhard Heisig. Auch in seinen Werken ist ein Faible für Skurriles, Verstiegenes, Verstecktes erkennbar. Und für düstere Visionen, wie sie auch ANTOINETTE zeichnet: Beispielsweise in „Überfahrt der Schiffe“, das ineinander verkeilte Boote zeigt, in einem ein Liebespaar, das sich ängstlich aneinander klammert, daneben Matrosen, die mit voller Kraft ein schweres Netz einholen. Aus diesem Chaos schält sich ein Mann heraus, sein Gesicht erscheint in der Bildmitte fast lebensgroß, und warnend hebt er den Zeigefinger. Voller Symbolik, voller verschlüsselter Zitate sind ANTOINETTEs Werke. Auf den ersten Blick sind es höchst ästhetische Visionen einer Welt hinter der unseren. Wie in Bilderbüchern entdeckt man diese Welten Schicht für Schicht ... So steht man vor diesen fremden Welten, studiert und entziffert sie – und bemerkt plötzlich: wieviel sie mit der eigenen zu tun haben. Diese irrealen Gedankengebäude, diese fragilen wie irrwitzigen Visionen rücken näher. Faszinierendund gruselig zugleich.
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Berliner Madonna
ANTOINETTE, nur echt in Versalien, gab sich den Vornamen zum Namen, wie die L´art brut-Künstlerin Ursula, als ein Markenzeichen ihrer Künstlerinnenindividualität, deren umwerfenden, so farbprächtigen wie figurenreichen Bilder und allegorischen Skulpturen in der Kunsthalle Arnstadt zu sehen sind.
Von Peter ARLT
Parallelen zu der legendären Marie Antoinette, die unter der Guillotine zwar den Kopf, aber nicht den Mut verlor, sieht die Vollblutkünstlerin mit bewegter Biografie nicht. Entscheidend ist anderes. Wie ihre jüdische Tante wollte sie Malerin werden. Zuerst studierte sie in Leipzig, wo sie aufwuchs, an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, später an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee mit Diplomabschluss 1984. Dass sie 1992 noch Meisterschülerin bei Bernhard Heisig wurde, lässt ihren Lebenslauf geradlinig erscheinen. Konsequent träfe eher zu, denn ihr Leben weist Windungen auf, die das Lebenspralle ihrer Kunst erklären können: die Mutterschaft als Zwanzigjährige und die Arbeit als Modell, Kellnerin, Nachtwächterin, Postbotin und in anderen Berufen. Dazu gehört, dass sie damit aneckte, in einer Wassermühle in der Uckermark ein alternatives Kulturzentrum zu gründen und den Umweltschutz und die Gleichberechtigung der Frauen kritisch zu hinterfragen. Ihr Lebensmodell, das vom vorgelebten abweicht, beschränkt beziehungsfähig zu sein auf das Maß der Selbstverwirklichung. Dass das nicht Egoismus bemäntelt, sieht jeder, dem die Wucht ihrer ungemein vielseitigen und umfangreichen Produktivität begegnet, ob als Malerin von Triptychen im vielseitigen Themenspektrum, von Porträtserien, Landschaften und Stillleben, von Wand- und Bühnenbildern, als Schöpferin von Mosaiken, Plastiken, Keramiken, Installationen, Performances und Mode, als Illustratorin des Hohelied Salomos usw. Die große Kunsthalle kann zahlreiche Werke, aber nur einen winzigen Ausschnitt des Schaffens dieser Künstlerin von Rang präsentieren.
Am stärksten verblüfft vielleicht, dass diese fantasievolle Künstlerin, die ihre Stillleben nicht als Abbilder von Blumen, sondern als Feuerwerke funkelnder Farben malt, und die erfindungsreich aus Mythen und Märchen schöpft, wo Dreiäuglein einen Menschen mit siebten Sinn personifiziert, jenes Fach für sich erobert, das am meisten Disziplin und Versenkung in einen anderen Menschen fordert: das Porträt. Eine Fundgrube für zeitgeschichtliche Museen ist die von 1999 bis 2003 entstandene Folge „Berliner Sittengemälde“ mit 180 lebensgroßen Porträtpastellzeichnungen. In ihnen gelang es der Künstlerin, auf den Seelengrund der Porträtierten in ihrem Umfeld vorzudringen. Davon kann sich der Ausstellungsbesucher überzeugen, wenn er den Bildern vom Schauspieler Hilmar Thate oder vom Politiker Egon Bahr, der mehrfach, auch als Büste zu sehen ist, gegenübertritt. Manch andere sind noch zu sehen, wie dieses verschlossene, geschlechtslose Wesen, welches einen großen Berliner Verlag leitet. Den Namen muss man auf der Liste suchen. Da wäre es hilfreich, würde die Kunsthalle die Bilder nicht benummen, sondern beschriften. Eventuell wäre dann beim Hängen aufgefallen, dass das Triptychon „Vogelfutter am Moritzplatz“ mit den beiden Kleinwüchsigen und den beiden Fressern auseinander gerissen ist. Diese Pastellbilder stammen aus der Folge großer „Geschichtenbilder“, die Berliner Leben einfangen, wie die „Berliner Madonna“ am Brandenburger Tor, die, ein Enkel im Schoß, mit zutraulichem Affenpaar auf dem Dach eines Autos sitzt, an dessen Lenkrad eine pfiffige Ratte das Lenken probt. Die Künstlerin gibt ihrem Affen Zucker, lässt Männer schrumpfen, das sie auf den Hutrand passen, lässt Angsthasen ins Haar schlüpfen oder Hunde sich auf Frauchens Kopf fläzen. Mit „prismaartigen Spiegeln“ fängt ANTOINETTE Momente der Wirklichkeit ein, die sich fantasiereich und lebensprall in eine Bildwelt ohne Schwerkraft mit sogartigen und stürzenden Perspektiven und expressiver Farbe verwandeln.
Bis 14. Juni, Mi – Fr 12 – 18 Uhr, So 14 – 18 Uhr, Kunsthalle Arnstadt, Angelhäuserstraße 1
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Allroundkünstlerin ANTOINETTE
Die in Berlin lebende, in Leipzig aufgewachsen Künstlerin ANTOINETTE trägt ihren Vornamen, inzwischen nur mit Grossbuchstaben geschrieben, seit ihrer Geburt 1956. Sie studierte in Leipzig und Berlin, war Meisterschülerin bei Bernhard Heisig und Ehefrau von Johannes Heisig, und arbeitete in unzähligen Varianten als Aussenwandbemalerin, Bildhauerin, Bühnenbildnerin, hat Mosaike gelegt. Grafik, Malerei, Performances, Mode, Porzellanbemalung für KPM, Tongeschirre und Vasenentwürfe, es gibt keinen Zweig des Gestaltens, den sie nicht erobert hat und ständig sieht man sie mit neuen Überraschungen aufwartend.
"Allem, was sie tut, liegt meisterliche Souveränität zugrunde. Die Skizzen zu Gemälden beweisen, das sie ihr Handwerk von der Pike auf gelernt hat und im Handgelenk die Leichtigkeit zu einem großen Wurf besitzt. Fast erschlagend wirkt ihre übersprudelnde Schaffenskraft. Trotz der verschiedenen Materialien und Techniken tragen alle Arbeiten unverkennbar ANTOINETTES Handschrift. Ihr Ausdruckspektrum reicht von lyrisch bis brachial, über kritisch, ironisch, verspielt bis zum Mythischen und Sinnlichen..... Die Frage, wer Antoinette ist, bezieht ihren Reiz daraus, dass die Künstlerin so schwer zu fassen ist, weil ihre schöpferische Arbeit, sowohl in den Ansätzen als auch in der Menge, so außerordentlich umfangreich ist . Ein Zyklus von Berliner Portraits, enntstanden in 4 Jahren, umfasst mehr als 120 lebengroße Arbeiten. Daneben fertigte sie Bronzeköpfe von Johannes Rau, Egon Bahr, Hanna Renata Laurien, u. a. Ihr Werk umfasst unzählige Serien von Grafiken und mittel -bis großformatigen Gemälden, Zeichnungen, Collagen und Sculpturen." (Anna Kaleri)
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Auszug LVZ 2009
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Virtuose Abstraktion Portraits und Landschaften von Antoinette in der Villa Kellermann
ARNO NEUMANN
Die Malerin ANTOINETTE macht es uns nicht leicht. Ohne Intellekt und Phantasie führt kein Weg zu ihren Bildern. Sie macht es aber auch sich selbst nicht leicht mit ihrem Bildermalen. Sie liebt das große Format, zwei Meter sind es oft in der Höhe und sechs Meter können es in der Breite werden. Sie braucht die Fläche, um ihr vor Figuren berstendes Welttheater unterzubringen.
Der Betrachter wird überwältigt. Er sucht Erklärung im Gegenständlichen. Doch stets bleiben Fragen an Verstand, Gefühl und Phantasie. Johannes Heisig sagte einmal über die Bilder seiner Frau ANTOINETTE wie auch über seine eigenen, dass sie aus einer malerischen Phantasie gewachsen sind, die einer "gleichberechtigten Begegnung unserer Innenwelten mit der Einmaligkeit der erlebten optischen Sensation" entspringt.
ANTOINETTEs Bilder leben aus den Figuren heraus. "Alles, was Seeleninhalt ist, drückt sich für mich im menschlichen Körper aus", sagt sie. Daher ist es verständlich, dass sie gerade mit ihren "Berliner Portraits" ihr unverwechselbares künstlerisches Profil zeigt. Weit über hundert Portraits von Leuten aller Schichten entstanden seit der Jahrtausendwende. Einige davon sind neben Simultanbildern allegorischen Inhalts zu sehen in der Ausstellung der Galerie Kunst-Kontor Friederike Sehmsdorf in der Villa Kellermann. Es scheint Super-Realismus zu sein, ist doch jede Haarsträhne, jede Kleiderfalte, jeder Schnürsenkel prägnant erfasst. Genau betrachtet erweist sich diese scheinbar extreme Naturtreue als virtuose Abstraktion hin zu hypertrophierter Gegenständlichkeit einer Kunstwelt. Die Portraitierten werden auseinander genommen und als Kunst-Stück wieder zusammengefügt. Portrait wird der ganze Mensch, seine Haltung, seine Drapierung in der Kleidung, der Faltenwurf von Kleid und Hose, Charakter und Interessen erhellende Beigaben - Kopf und Gesicht sind nur ein Erkennungssignal unter vielen.
Geradezu schockartig wird einem bewusst, welch künstlerische Disziplin und handwerkliche Leistung diese Arbeiten verkörpern. Es sind Pastellzeichnungen, jedes Detail ist konsequent durchgestanden, könnte, herausgetrennt, ein Bild für sich sein. Und welche Farbereignisse spielen sich in jedem Detail ab! Sinngebung durch Farbe steht vor dem Malerischen. Es gibt in ANTOINETTE Arbeiten nichts Nebensächliches. In ihren Simultanbildern ist die kleinste Figur in der äußersten Ecke wichtig. Das Leben ist so prall, es muss erzählt werden. Die Mythologie muss her, um all die Dimensionen in der Verquickung von Individuum und Menschheit zumindest an einem Zipfel zu packen. Das bleibt ein ständiges Ringen, das bedarf immer neuer Bilder. Und es ist immer Dramatik - in der Wirklichkeit wie im Bild als prismenartiger Spiegel der Welt.
Fast ist man überrascht, von ANTOINETTE auch Landschaften zu sehen, kleinformatige, farbig ausgewogene Arbeiten, deren zerzauste Baumwipfel wiederum Dramatik ahnen lassen, auch dort, wo nur Stille zu sein scheint.
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Potsdamer Neueste Nachrichten UNABHÄNGIGE TAGESZEITUNG DER LANDESHAUPTSTADT Potsdam-Kultur
Vor der Kamera selbst zum Objekt
Ausstellung von und Film über Antoinette in der Villa Kellermann (13.06.06)
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Einer sitzt der Künstlerin in ihrem Kreuzberger Atelier Modell, rustikale Gestalt, Pfeifenraucher, prominent. Sie steht an der überlebensgroßen Vorlage – Pappe/Papier – und entwirft sein Bild, während man über Gesellschaft und Matriarchat parliert. Es sei erwiesen, sagt sie, dass Männerwirtschaft und Krieg in einem direkten Verhältnis stünden. Soo? antwortet er, und wundert sich. Diese Szene zwischen der 1957 in Dresden geborenen Malerin Antoinette und ihrem Modell Egon Bahr war Teil eines interessanten Dokumentarfilmes, den Claus Krüger vor sehr viel Publikum erstmals in der Villa Kellermann präsentierte. Im ganzen Haus hängen ihre Arbeiten, meist dem im Jahre 2000 erdachten „Berliner Sittengemälde“ zugehörige Porträts, aber auch kleine Formate (präsentiert durch Kunst-Kontor Friederike Sehmsdorf). Der Filmemacher war mit seiner Videokamera dabei, als Günter Bersch sie zu Werk und Ästhetik befragte. Die Künstlerin, die im Leben lebendiger erscheint als auf ihren eigenen Konterfeis, gab auch ehrliche Antwort, klug, behutsam, bedacht. Da es sich aber um eine Filmpremiere handelte, stellte sie zuerst einmal Claus Krüger vor, Jahrgang 37, seit 40 Jahren Dokumentarfilmer, „inzwischen ziemlich berühmt“. Bevor ihn Künstlerporträts zu interessieren begannen, drehte er „viele Reisefilme“, und machte dabei die ganze Entfaltung der Technik von Super 8 bis zur digitalen Bildaufzeichnung mit. „Erwarten Sie nicht zu viel von mir“, bat er das vielköpfige Publikum vorweg, „doch, doch!“ antwortete dieses heiter im Chor. Sein Opus über die „zwischen Expressivität und Sachlichkeit“ vermuteten „magisch-surrealen Farbwelten“ der Antoinette hat so viel Apartes, wie die Malerin selbst von sich preisgibt. Er folgt ihren Aussagen leise, behutsam, und fängt zugleich die gesprächigen Modelle in Arbeitssituationen ein. Wie sie andere malt, so wird sie nun vor der Kamera selbst zum Objekt, und was sie erzählt, überzeugt: Die Umtriebigkeit ihrer Vita von Dresden über die Leipziger Schule und eine uckermärkische Wassermühle (wo sie eine alternative Kulturszene aufbaute) bis nach Berlin, die Arbeit an großflächigen Wandbildern, etwa zur Namenspatronin unseres Kontinents im hessischen Gladenbach, die Idee, aus 100 Einzelporträts ein „Berliner Sittengemälde“ mit unverwechselbaren Gegenwartszügen zu schaffen, schließlich ihre Versuche in Porträt-Plastik und Keramik. Was inzwischen auf über 120 Berlin-Pastelle angewachsen ist, hält sie für „das Bedeutendste“ ihres Werkes. Sie ist fasziniert von Berlin, von seinen Gesichtern, von den Haltungen ihrer Modelle, die sie mit Sorgfalt ergründet und „gnadenlos mitfühlend“ zeichnet, manchmal auch überzeichnet, so dass man ihr nicht ganz unberechtigt einen Hang zum Karikieren nachsagt. Jedes für sich sei „einsam“, aber alle zusammen sind es nicht mehr, sagt die charmante, zierliche Frau im Film. Schon mit 16 wollte sie zum malenden „Tempel der Heiligen“ gehören, heute hängen 80 dieser Pastelle in den Galerien Berlins, neben Bahr auch Regine Hildebrandt, welche ihr Abbild nicht mehr sah; auch Walter Momper – bei der Premiere präsent – gehört zu ihren Bewunderern. Stets gibt sie ihren dunkel wirkenden Darstellungen verfremdende Utensilien mit, Zwirnsspule, Vase, Spielzeug – denn „die Vielschichtigkeit der Poesie liegt im Konkreten“. Es wäre schön, wenn der Film während der Ausstellung wieder gezeigt werden könnte.
Gerold Paul Bis 2. Juli, Villa Kellermann, Mangerstraße
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About Face ANTOINETTEs «Berlin Stories Focuses on Portraits of Berliners by Gary Tischler
The artist known as Antoinette was standing among a group of admirers and questioners on the second floor of the Goethe-Institut, surrounded by her life, dreams and people.
You got the gist of what she was saying, even if your German was only a wispy childhood memory. "Perhaps," she said, by way of answering a question about future work, "Washington stories?"
With her long, sleek brown hair and a striped jacket, she carried herself with a certain edgy elegance and grace amid the disappearing reception food and the viewers studying her large portraits on the walls.
The pieces are part of an exhibition called "Antoinette: Berlin Stories," which focuses primarily on portraits of contemporary Berliner some very big and important, some just big, and all interesting and riveting. The pastel chalk portraits are assayed in thick colors and lines that appear to evoke or somehow spill out a secret soul.
The exhibition at the downtown Goethe-Institut, along with works on display at the German Historical Institute, is sprinkled with other works from the Antoinette oeuvre and palette.
At the Goethe-Institut, for instance, there are a few selections from Antoinette series of dramatically powerful and fantastical self-portraits that stemmed from her interaction with her portrait subjects. She calls them "depictions of my own state as prompted by my involvement with the other. They show my soul in relation to others." Angular, vertical and somehow resembling her own thin frame, the works show ANTOINETTE’s face under assault or in engagement with dreamy elements struggling to surface.
Two big works that are practically operatic, "Berlin Madonna" and "Vogelfutter am Moritzplatz (Bird Food on Moritzplatz)," glow with a kind of religiosity that gives due drama and credit to Berliners below the radar, emerging into radiance in garish but spectacular scenes.
The theatrical, paint-like look and feel of her portraits, overheated like an aria and insistant on recognizing the invisible, probably comes natural to Antoinette.
The artist comes from Dresden and lived in East Berlin before the wall came down. In the helter-skelter appearance of lean subjects is a quality that remembers the incompleteness and growling lack of basics in the old East Germany, which is often steamrolled in the new, much milder and prosperous united Germany. In addition, she earned the drama evident in her artwork, struggling as she studied and worked as a model, waitress, night watchperson and mail carrier, all while raising a child.
The theatricality in some of her works might come from her experience in creating stage sets and murals, having worked for a production of Bertolt Brecht’s "Mann Ist Mann" in Potsdam-Bablesberg in 1986 and designed murals in Saxony. She’s also a highly respected sculptor.
Even in catalogue reproductions, her work screams to escape the frame, the book and even the page. That quality is most evident in her portraits, which are a stunning achievement.
Antoinette, who said she has "addicted to faces," began the portrait series in 1999 to depict the people she knew, but soon enough the project grew to become a larger work on the people of Berlin. "I wanted to feel and understand this city through the people who shape it," she said.
With that kind of scope, you will see movers and shakers, educators, politicians, leaders, but also street people, working people, a real estate broker, performers and artists in short, citizens and denizens, the light shining on them in 21st-century Berlin.
Although the works resemble traditional portraiture in the sense that the subjects are often sitting or posed, they also smash boundaries and sometimes appear surreal. All are pastel chalk portraits, but they have the vividness of thick oil paintings.
Take, for instance, the portrait of Olaf Kunkat, described as someone in real estate. He’s standing straight up, his hands in his jacket pocket, the face dead on, wearing a striped blue jacket. He looks like an unfinished real estate salesman as opposed to a realtor, and the fact that the portrait is drawn only half in color gives it a certain ambivalence. ThereÃs also a haunting portrait of a Cuban woman living in Berlin white and dark mixing, while in the lower corner of the work we see odd little St. Nicholas figures.
There’s a great cross-section here it’s a teeming exhibition and an even more teeming catalogue. The works are juicy and the people alive, such as the shrink who looks like an artist, the artist who looks like a shrink, the startlingly overflowing portrait of a street artist, or the bold look of a theater impresario who doesn’t quite go with the ragged look of his costumes. They make an impression on us, as their reddish faces refuse to fade.
"Antoinette: Berlin Stories" runs through Feb. 25 at the Goethe-Institut, 812 7th St., NW. For more information, please call (202) 289-1200 or visit www.goethe.de.
Gary Tischler is a contributing writer for The Washington Diplomat.
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